Schnee sieht schön aus – kann aber auch zur Belastung werden. Vor allem für Dächer und Gebäude ist die sogenannte Schneelast ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Hier finden Sie die wichtigsten Fakten einfach erklärt.
Wo fällt am meisten Schnee?
Viele Menschen glauben, dass am Nordpol die größten Schneemengen fallen. Tatsächlich entsteht besonders viel Schnee dort, wo kalte Luft auf feuchte Meeresluft trifft.
Zu den schneereichsten Regionen gehören: Teile von Japan, British Columbia (Kanada), Mount Baker (USA)
Schneerekord in Deutschland
Der deutsche Schneerekord wurde am 26. April 1980 gemessen:
Am Zugspitzplatt lag die Schneedecke unglaubliche 7,80 Meter hoch. Das zeigt, welche Kräfte Schnee entwickeln kann.
Schneelastzonen in Deutschland – Was bedeutet das?
Damit Gebäude sicher sind, ist Deutschland in sogenannte Schneelastzonen eingeteilt. Diese geben vor, wie stabil Dächer gebaut werden müssen.
Es gibt drei Hauptzonen:
Zone 1 – geringe Schneelast (Norddeutschland)
Zone 2 – mittlere Schneelast
Zone 3 – hohe Schneelast (Alpenrand, Südbayern, Bayerischer Wald, Teile des Erzgebirges)
Wie schwer ist Schnee wirklich?
Das Gewicht von Schnee wird oft unterschätzt:
- Lockerer Neuschnee: 30–50 kg pro Kubikmeter
- Nasser Altschnee: bis zu 900 kg pro Kubikmeter
Schon 10 cm nasser Schnee können ein Dach mit bis zu 90 kg pro Quadratmeter belasten. Deshalb sollten starke Schneemengen regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf entfernt werden.
Wie entstehen große Schneeflocken?
Große Schneeflocken entstehen in einer besonderen Höhenzone der Atmosphäre.
Bei Temperaturen zwischen –12 °C und –18 °C wachsen Eiskristalle besonders gut. So bilden sich die typischen, großen Schneeflocken.
Schnee ist nicht gleich Schnee
Es gibt verschiedene Schneearten:
- Neuschnee – frisch gefallen und locker
- Firn – alter, stark verdichteter Schnee
- Sastrugi – vom Wind geformte Schneewellen
- Graupel – kleine, weiche Eiskügelchen
Je nach Art unterscheidet sich auch das Gewicht.
Schnee ist faszinierend – aber auch eine ernstzunehmende Last für Gebäude.
Gerade in schneereichen Regionen ist eine fachgerechte Bauweise entscheidend für Sicherheit und Werterhalt.


